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Aktualisierungsdatum: 30 Mai, 2007.

Iphiclides podalirius             Segelfalter

Frisch abgesetzte Eier auf Schlehe

Jungraupe auf Schlehdorn

erwachsene Raupe (auf Pflaumenblättern)

überwinternde Gürtelpuppe des Segelfalters

 

Vermutlich wegen höherer Temperaturwerte schlüpfte Mitte Februar im Gewächshaus einer Gärtnerei ein Segelfalterweibchen mit sonderbarer Flügelzeichnung.

Oben: Zwei Segelfalter-Raupen machen sich zur Verpuppung fest.

 Die Puppen sind entweder hellgrün oder hellbraun gefärbt. Aus den grünen Puppen schlüpfen die Falter noch im selben Jahr, während die braunen Puppen überwintern.

Der Segelfalter erscheint schon sehr zeitig im Frühling. Am sichersten ist er zur Fliederblüte anzutreffen. Im Sommer gibt es ihn bereits wieder in der zweiten Generation, bei schönem Herbstwetter hat er sogar noch eine dritte Generation. Im Mai setzt er seine Eier einzeln auf die Oberseite von Schlehenblättern, gelegentlich auch auf Pflaumenblättern und Pfaffenhütchenstauden ab. Bereits nach einer Woche schlüpfen die kleinen Räupchen, welche anfangs dunkelgrün bis schwärzlich aussehen. Sie halten sich stets auf der Blattoberseite auf, sind aber so gut getarnt, dass sie sehr schwer zu finden sind. Die Raupen sind ungesellig und gehen sich gegenseitig aus dem Weg. Wenn sie auf zu engen Raum zusammenleben müssen, geraten sie unter Stress und gehen ein. Mitte bis Ende Juni sind die Raupen dann ausgewachsen, sie verfärben sich gelblich und verpuppen sich. Im Juli schlüpft dann die 2. Generation und bereits im selben Monat werden wieder Eier gelegt, und das Ganze beginnt von neuem. Anfang August schlüpfen die Räupchen der unvollständigen 3. Generation, welche ab Anfang September in die Puppenruhe gehen und überwintern. Manchmal kann man sogar noch im Oktober Segelfalterraupen finden.

Es soll hier angemerkt werden, dass meine Beobachtungen betreffend Generationenabfolge und Habitat des Segelfalters ausschliesslich auf den Raum Niederösterreich-Burgenland-Oststeiermark zutreffen.

Der Segelfalter ist kein typischer Gartenfalter, obwohl er manchmal an dem Zierstrauch Buddleya zu sehen ist. Er hält sich lieber an Waldrändern und auf großräumigen Waldlichtungen auf. Er ist auch ein ausgeprägter Flachlandfalter, in meiner beinahe vierzigjährigen entomologischen Tätigkeit konnte ich ihn noch niemals über 500m Seehöhe beobachten.

Montag, 28. Mai 2007: Herr Werner Spiess schreibt aus Tirol: In Nordtirol fliegt I. podalirius bis in Seehöhe von ca. 1300m. Die Falter fliegen nur in 1 Generation in der Form inalpina.Die Raupen konnte ich nur auf Felsenbirne finden. An passenden Biotopen sind die Tiere noch relativ häufig. So konnte ich heuer Anfang Mai Falter und heute am 28. 5. Jungraupen in der Umgebung Innsbrucks finden.

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