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Aktualisierungsdatum: 02 August, 2006.

Zerynthia polyxena Denis & Schiffermüller 1775, TL: Wien             Osterluzeifalter

Synonyme: Z. hypsipyle Schulze 1776, Z. hypermnestra Scopoli 1763.

Eier des Osterluzeifalters, auf der Blattunterseite abgelegt

Jungraupen (L1 - L3)

erwachsene Raupe

Gürtelpuppe

Den Osterluzeifalter (Z. polyxena polyxena Denis and Schiffermüller, 1775, Lokaltyp: "Wien") gibt es nur noch in Österreich sowie in den angrenzenden Gebieten Tschechiens, Ungarns und der Slowakei, er kommt äußerst selten und lokal in Weinbaugebieten und Flußauen vor. Bekannte Fundorte sind in den Donau- u. Thaya-Auen, besonders auf tschechischem bzw. ungarischem Staatsgebiet. Der Falter fliegt ab Ende April und setzt seine Eier Mitte Mai einzeln oder in kleinen Gruppen auf der ebenfalls selten gewordenen wilden Osterluzei (Aristolochia clematis) ab. Die Jungraupen fressen anfangs die gelben Blüten, wobei sie in den Blütenkelchen sitzen. Erst später fressen sie an den Blättern, wobei sie die oberen, zarten Blätter bevorzugen. sie verpuppen sich ab Mitte Juni als Gürtelpuppe, in welcher sie den Winter überdauern.

Zu erwähnen wäre noch, dass es vom Z. polyxena 31 Unterarten gibt, welche inselartig über ganz Europa sowie Russland und die Türkei verteilt sind (siehe Nardelli und Hirschfeld, 2002). Allein in Italien gibt es mindestens ein Dutzend Subspezies, wovon sich jedoch lediglich 4 oder 5 Subspezies äußerlich voneinander unterscheiden lassen. In Südfrankreich, Spanien, Portugal, sowie im nördlichen Teil Marokkos, Algeriens und Tunesiens kommt außerdem die am nächsten verwandte Art Zerynthia rumina (Linnaeus, 1758) vor. Interessant erscheint, dass in Südfrankreich die Z. polyxena an den gleichen Plätzen und zur gleichen Zeit wie Z. rumina fliegt. Weitere sehr nah verwandte Arten sind Zerynthia cerisy, Luehdorfia japonica, Luehdorfia puziloi (unterschieden in 2 Subspezies: yessoensis u. inexpecta), Archon apollinus, Bhutanitis thaidina, Sericinus telamaon sowie der nur mehr als Fossil erhaltene Doritites bosniackii Rebel, 1898 (im Gebiet des Monte Cabbro in der Toskana gefunden und manchmal auch Doritides bosniaskii geschrieben).

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