Die Hauptmerkmale der heimischen Schmetterlingsfamilien:
Diese Seite ist vor allem als Unterstützung für Schüler sowie für Einsteiger in die Entomologie konzipiert. Mit Hilfe der äußeren Merkmale wie auch der ergänzenden Beschreibung der Entwicklungsstadien kann die Bestimmung der Familienzugehörigkeit von Schmetterlingen und deren Entwicklungsstufen erfolgen.
Die Bestimmung einiger Schmetterlinge kann dem Amateurentomologen gelegentlich Probleme bereiten. Zum Beispiel wären hier zu nennen: die Unterscheidung von Colias hyale und Colias australis, sowie Mellicta athalia und Mellicta britomartis. Echt schwierig wird es aber erst bei manchen Lycaeniden und Zygaeniden. Manche Falter lassen sich überhaupt nur bestimmen, wenn sie bereits vom Larvenstadium an gezüchtet wurden, da sich nämlich oft die Raupe einer Art deutlich von derjenigen der anderen Art unterscheidet, während bei den Faltern keine augenscheinlichen Unterschiede zu bemerken sind. Sehr aufschlussreich soll auch der Unterschied bei den Genitalapparaten der Schmetterlinge sein. Allerdings erfordert diese Methode eine Laborausrüstung sowie ein gutes Mikroskop, möglichst auch mit Fotoadapter.
Diese Seite geht aber nicht so weit ins Detail, sondern stützt sich auf solches Zubehör, welches jeder Amateurentomologe besitzen sollte: scharfe Augen und eine gewissenhafte Beobachtung. Von Bedeutung ist weiters auch eine exakte Etikettierung, denn aus Fundort und Fundzeit lassen sich wertvolle Rückschlüsse ziehen.
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Papilionidae / Segelfalter: Große Falter, Hinterflügel zumeist mit welligem Rand und mit den typischen Spitzen. Die Raupen vom Schwalbenschwanz und vom Segelfalter haben eine ausstülpbare Nackengabel (Osmaterium), welche unangenehm riecht. Die Puppe wird als Gürtelpuppe an Zweige oder Stengel befestigt bzw. liegt bei Apollofaltern am Boden. Die Familie der Papilionidae umfaßt folgende Arten: Papilio machaon (Linne), Iphiclides podalirius (Linne), Parnassius mnemosyne (Linne), Parnassius apollo (Linne), Parnassius phoebus (Fabricius) u. Zerynthia polyxena (Denis & Schiffermüller) |
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Pieridae / Weisslinge: gelegentlich auch mit gelber oder oranger Färbung (Zitronenfalter und Gelblinge). Männliche und weibliche Falter unterscheiden sich meist stark voneinander. Verpuppung als Gürtelpuppe. Die Familie der Pieridae umfaßt folgende Arten: Aporia crataegi (Linne), Pieris brassicae (Linne), Pieris rapae (Linne), Pieris mannii (Mayer), Pieris napi (Linne), Pontia daplidice (Linne), Anthocharis cardamines (Linne), Gonepterix rhamni (Linne), Colias palaeno (Linne), Colias phicomone (Esper), Colias hyale (Linne), Colias australis (Verity), Colias croceus (Fourcroy), Colias myrmidone (Esper), Colias erate (Esper), Leptidia sinapis (Linne), Leptidia morsei (Grund). |
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Satyridae / Augenfalter:
Falter verschiedener Größe von hell- brauner bis schwärzlicher Grundfarbe. Auf den Flügeln meist einzelne oder mehrere Augenflecken. Raupen fressen an Grasarten, Verpuppung am Boden oder als Stürzpuppe. |
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| Nymphalidae
/ Edelfalter:
große oder mitelgroße Falter, meist bunt gefärbt mit Flecken oder Binden. Die Raupen tragen dornartig verzweigte Stacheln und verpuppen sich als Stürzpuppe. |
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Riodinidae / Würfelfalter:
Nur eine einzige heimische Art, kleiner Falter, asselförmige Raupe, Verpuppung als Gürtelpuppe. |
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Lycaenidae
/ Bläulinge:
kleine Falter, meist blau, aber auch violett, bräunlich oder rotgold glänzend, Hinterflügel manchmal leicht geschwänzt (Zipfelfalter), asselförmige Raupe, Verpuppung an der Erde oder als Gürtelpuppe. |
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Hesperiidae / Dickkopffalter:
kleine Falter, Kopf ist breiter als Thorax, keulenförmige, am Ende spitze Fühler, spindelförmige Raupen, Gürtelpuppe. |
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Zygaenidae / Widderchen:
kleine tagaktive Falter, Flügel meist auffallend gefärbt, manchmal mit Metallglanz, keulenförmige gezähnte Fühler, kurze dicke Raupen, Verpuppung in weisslichen oder gelblichen Gespinsten. |
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Syntomidae / Weissfleckwidderchen:
kleine tagaktive Falter mit verkleinerten Hinterflügeln. Raupen stark behaart und überwintern. Verpuppung in Gespinst. Bei uns nur mit einer Art vertreten. |
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Arctiidae / Bären:
Falter klein bis recht groß, manchmal in bunten Farben, Raupen überwintern zumeist und sind stark behaart, Verpuppung in Gespinst am Boden. Gruppen: Bären, Flechtenbären und Kleinbären. |
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Lymantriidae / Trägspinner:
kleine bis mittelgroße Falter von unauffälliger Farbe, Weibchen größer als das Männchen, bei einigen Arten sind die Flügel der Weibchen zurückgebildet. Die Raupen sind büschel- oder pinselförmig behaart. Verpuppung im Gespinst an Stämmen oder an der Erde. |
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Thaumetopoeidae
/ Prozessionsspinner:
kleine graue Falter, die Haare der Raupen haben Widerhaken und können bei Hautkontakt Entzündungen verursachen. Die Raupen leben in Nestern und verpuppen sich ebenfalls in Nestern am oder im Boden. |
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Lasiocampidae / Wollraupenspinner:
Falter von klein bis groß, meist auffallend gefärbt. Männchen fliegen sehr schnell, haben Fühler mit engen, doppelten Verzweigungen, Raupen behaart. Weibchen haben kurze zweireihig gekämmte Fühler. Verpuppung in festen Kokons. |
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Lemoniidae / Herbstspinner:
mittelgroße Falter mit stark behaartem Körper, die Raupen tragen kurze Borsten und verpuppen sich in der Erde. |
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Endromididae / Scheckflügel:
nur eine heimische Art vorhanden, mittelgroßer Falter mit gefleckter Zeichnung, unbehaarte Raupe, Verpuppung im Gespinst am Boden. |
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Drepanidae / Sichelflügler:
kleine Falter, leicht mit Spannern zu verwechseln, Spitze des Vorderflügels leicht sichelförmig, feinbehaarte Raupen, Verpuppung zwischen versponnenen Blättern. |
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Saturniidae / Pfauenaugen:
große Falter mit Augenzeichnung auf den Flügeln. Die Raupen sind dick, bis 12cm lang mit wenigen Borsten und Warzen. Sie spinnen birnenförmige Kokons oder lockere Gespinste am Boden. |
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Sphingidae / Schwärmer:
meist mittelgroße oder große Falter, gute und ausdauernde Flieger, einige Arten sind Wanderfalter. Die Raupen tragen oft ein Horn am Ende und verpuppen sich in der Erde oder am Boden, Puppe überwintert. |
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Notodontidae / Zahnspinner:
klein bis mittelgroß, Vorderflügel meist mit zahnartiger Ausbuchtung am Innenrand. Die Raupen sind glatt oder schwach behaart und haben ein skuriles Aussehen. Verpuppung in Gespinst am Boden. |
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Cymatophoridae /
Eulenspinner:
klein bis mittelgroß, Raupen sind glatt und haben oft Höcker, sie verpuppen sich am Boden. |
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Limacodidae / Schildmotten:
kleine Falter von gelblicher oder dunkelbrauner Farbe, ihre Raupen kriechen wie die Schnecken, Verpuppung in Kokon. |
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Psychidae / Sackträger:
kleine Falter mit kurzer Lebensdauer, die Weibchen haben keine Flügel und verbleibt zumeist in der Puppenhülle, wo es auch befruchtet wird. Puppenhülle besteht aus Pflanzenteilen. |
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Thyrididae / Fensterschwärmerchen:
sehr kleiner Falter, Raupe frisst in zusammengerollten Blättern, Verpuppung in lockerem Gespinst. Bei uns nur in einer einzigen Art vorhanden. |
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Sesiidae / Glasflügler:
kleinere, flinke Falter mit schmalen, durchsichtigen Flügeln, werden oft für Wespen gehalten. Die Raupen sind leicht behaart und minieren in Zweigen, Stengeln oder Wurzeln der Pflanzen. Verpuppung in der Futterpflanze. |
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Cossidae / Holzbohrer:
meist große Falter mit langem Körper und kurzen Fühlern. Die Raupen sind unbehaart, leben im Holz von alten Bäumen und überwintern mehrmals. Verpuppung entweder im Mulm des Futterbaumes oder am Boden in einem Gespinst. |
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Hepialidae / Wurzelbohrer:
Falter von kleiner bis mittlerer Größe, Vorder- und Hinterflügel etwa gleich- lang, kurze dünne Fühler. Raupen dünn u. spärlich behaart, fressen Wurzeln von Gräsern und überwintern mehrfach. Verpuppung unterirdisch in Gespinsten. |
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Noctuidae / Eulenfalter:
Falterfamilie mit zahlreichen Unterfamilien. Die Raupen sind glatt oder leicht behaart, leben sowohl an Bäumen und Sträuchern wie auch in der Erde. Verpuppung an oder in der Erde. |
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Geometridae
/ Spanner:
Falterfamilie mit vielen Unterfamilien, klein bis mittelgroß mit behaartem Körper. Die Raupen bilden bei der Fortbewegung den typischen Spannerbuckel. Verpuppung meist in lockerem Gespinst am Boden. |
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Pterophoridae / Federgeistchen:
kleine, zarte Falter mit schlechtem Flugvermögen. Flügel federförmig aufgespalten. Über das Raupen- und Puppenstadium liegen kaum Informationen vor. Diese Falter müssten noch genauer beobachtet und beschrieben werden. Wer wagt sich daran? |
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Motten:
kleine Falter, deren Raupen in Knospen, Blättern und Früchten von Bäumen und Sträuchern minieren. Kleidermotte: Raupe frisst in Stoffen und Pelzen. |
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Tortricidae / Wickler:
kleine Falter mit großer Familie. Raupen fressen an Knospen, Blättern und Früchten, manchmal auch im Holz oder in Wurzeln. Sie überwintern und verpuppen sich am oder im Boden. |
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Pyralidae / Zünsler:
kleine Falter, Raupen legen Gespinste an und fressen an Blättern oder oft an Getreide- u. Gemüsevorräten, sie überwintern am Boden, wo sie sich auch verpuppen. |